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Metallica ist eine US-amerikanische Metal- und Hard-Rock-Band, die 1981 in San Francisco gegründet wurde. Metallica gehört seit Beginn der 90er Jahre zu den international erfolgreichsten Rockgruppen überhaupt.

1981–1983: die Anfänge

Metallica wurde offiziell am 28. Oktober 1981 in Los Angeles, Kalifornien durch den Rhythmusgitarristen und Sänger James Hetfield und den Schlagzeuger und ehemaligen Nachwuchs-Tennisspieler Lars Ulrich gegründet. Unabhängige Gesuche in einer Lokalzeitschrift namens „The Recycler“ führten zu diesem Zusammenschluss.

Die Band erhielt ihren Namen, als Schlagzeuger Ulrich seinem Bekannten Ron Quintana dabei half, einen Namen für dessen neu geplantes Metal-Magazin zu finden. Ron Quintana gab Lars Ulrich eine Liste mit verschiedenen Namen für das Magazin. Ulrich gefiel ein Name auf der Liste am besten: Metallica. Deshalb redete er diesen Namen bei Quintana schlecht. Das Magazin wurde später unter dem Namen Metal-Mania bekannt. Es ist aber inzwischen wieder eingestellt.


Zur gleichen Zeit machten Hetfield und Ulrich Bekanntschaft mit Brian Slagel. Dieser gab ein Magazin namens New Heavy Metal Review heraus und hatte mit Metal Blade Records soeben eine eigene Plattenfirma gegründet. Als deren erste Veröffentlichung war ein Sampler mit Bands aus Los Angeles geplant, und auch Metallica sollten dazu einen Beitrag leisten. Das scheiterte jedoch beinahe daran, dass es sich bei der Band immer noch um ein Duo handelte. So nahmen Ulrich und Hetfield fast im Alleingang ein Demoband auf, welches neben den Cover-Versionen „Let It Loose“ von Savage und „Killing Time“ von Sweet Savage auch die erste Eigenkomposition, Hit the Lights, enthielt. Lloyd Grant spielte zunächst die Gitarrensoli ein, diese wurden durch Dave Mustaine (später Frontmann bei Megadeth) ergänzt. Im Frühjahr 1982 wurde die Band durch Ron McGovney am Bass komplettiert.

Die Wege von Slagel und Metallica trennten sich bald wieder, obwohl der Band angeboten wurde, ein komplettes Album für Metal Blade einzuspielen. Die Band lehnte jedoch ab, da der Vertrieb und die Promotion im Wesentlichen auf Südkalifornien beschränkt gewesen wären.

Zunächst entwickelten sich die Dinge für Metallica nicht gut. Die Band konnte mit ihrem harten Sound in Los Angeles nicht überzeugen, da eher Bands wie Mötley Crüe oder Ratt angesagt waren. Doch die Band nahm ein zweites Demo auf, auf dem jetzt nur noch eigene Stücke enthalten waren: Eine neue Version von „Hit the Lights“ (welche dann auch auf der zweiten Pressung von „Metal Massacre 1“ zu hören ist), „The Mechanix“ (welches später als „The Four Horsemen“ auf „Kill 'em All“ veröffentlicht wurde), „Motorbreath“ und „Jump in the Fire“.

Zu dieser Zeit waren Metallica noch zu fünft, da Hetfield sich auf das Singen beschränkte. Die Rhythmus-Gitarre bediente Jeff Warner, der sich allerdings ständig mit Mustaine stritt. Da auch Warners Verhalten auf der Bühne den übrigen Bandmitgliedern missfiel, wurde er kurzerhand aus der Band geworfen. Die restlichen Vier arbeiteten im Juni 1982 an einem dritten Demo: „No Life 'Till Leather“. Es gewann auf dem Weg des damals üblichen privaten Tausch- und Kleinhandels mit Kassettenkopien enorme Popularität in der Untergrundszene der San Francisco Bay Area. Neben Neuaufnahmen von den vier Songs des Vorgänger-Demos gab es darauf drei neue Stücke zu hören: „Seek and Destroy“, Phantom Lord sowie Metal Militia. Diese Aufnahmen (von „Metal Massacre“ bis zu „No Life 'Til Leather“) sind die einzigen veröffentlichten Aufnahmen mit Mustaine an der Lead-Gitarre.

Den ersten Auftritt außerhalb von Los Angeles hatte die Band am 18. September 1982 in San Francisco. Wenige Wochen später spielten Metallica erneut in San Francisco, im Vorprogramm von Laaz Rockit. Deren Manager vermittelte ihnen weitere Gigs in der Stadt: so bekamen Metallica am 29. November ihre erste Headliner-Show außerhalb der eigenen Heimatstadt. Dieses Konzert wurde mitgeschnitten und später unter dem Titel „Metal up Your Ass“ als Live-Tape veröffentlicht. Als Vorband traten dabei Exodus auf, bei denen zu der Zeit Kirk Hammett Lead-Gitarre spielte.

Doch zunächst wurde Ende des Jahres 1982 Cliff Burton offizieller Bassist von Metallica. Auch ihn hatten Hetfield und Ulrich in San Francisco kennengelernt, bei einem Auftritt seiner Band Trauma. Um Burton für Metallica zu gewinnen, verlegte die ganze Band ihren Wohnsitz nach San Francisco. Burton war im Gegensatz zu den übrigen Bandmitgliedern ein geschulter Musiker, er belegte auf dem College einen Musiktheorie-Kurs. Er schrieb später zu großen Teilen die Instrumentalstücke „Call of Ktulu“, „Orion“.


1983–1986: Die „klassische Ära“
Klassisch wird dieser Zeitabschnitt vorwiegend von den Fans genannt, die spätere Änderungen in der Bandbesetzung und/oder dem Musikstil ablehnen.


Kirk Hammett live bei einem Konzert in Prag 2004Man feuerte nach dessen letztem Gig mit Metallica am 9. April 1983 Mustaine wegen seines ausgeprägten Alkoholkonsums und ersetzte ihn am 16. April 1983 durch Kirk Hammett. Obwohl Mustaine auf keinem Metallica-Album zu hören ist und kaum offiziell als Komponist aufgeführt ist, sind seine liedtexterischen Beiträge zumindest auf der Debutscheibe „Kill 'em All“ und auf den folgenden zwei Alben nicht zu überhören.

Burton starb am 27. September 1986 in Ljungby, Schweden bei einem Unfall mit dem Tourbus auf der „Master-Of-Puppets“-Tour. Der Tourbus kam, so der offizielle Bericht, auf einer vereisten Straße ins Schleudern und stürzte auf die Seite. Burton wurde aus seiner Schlafkoje geschleudert und unter dem Bus begraben. Über den Tod von Burton kam die Band lange Jahre nicht hinweg. Burton wird bis heute in weiten Kreisen von Kollegen und Fans als „god of bass and rock and roll“ verehrt.

Dennoch suchte die Band, wegen einer bereits gebuchten weiteren Auslandstour, schon nach wenigen Wochen einen neuen Bassisten, und wurde mit Jason Newsted auch fündig. Die Anerkennung der Fans bekam Newsted, der auf der Bühne beeindruckende Präsenz zeigte und immer die Kommunikation mit dem Publikum suchte, schnell. Vor seinem Einstieg bei Metallica war er Mitglied und treibende Kraft der Speed- und Thrashkombo Flotsam And Jetsam, mit denen er 1986 den Klassiker „Doomsday for the Deceiver“ aufnahm.


1986–2001
Die Band entschloss sich wieder auf Tour zu gehen und veröffentlichte nebenbei noch die EP „Garage Days Re-Revisited“, welche Coversongs von unter anderem auch Diamond Head und Misfits beinhaltete.

Nachdem Jason vorgestellt worden war, machte sich die Band an die Arbeit zum vierten Metallica-Album: „…And Justice for All“, das im August 1988 veröffentlicht wurde. Das Album erreichte Platz 6 in den US-Charts und wurde für einen Grammy nominiert. Aus dem Album wurden zwei Singles veröffentlicht und zu „One“ drehte Metallica den ersten Videoclip der Bandgeschichte. Nach der Veröffentlichung des Albums ging die Band wieder auf Tour.

1991 dann veröffentlichten Metallica das nach sich selbst benannte Album „Metallica“ (auch „Black Album“ genannt). Mit Bob Rock wurde auch erstmals ein Topproduzent ins Studio geholt. Während der Monsters of Rock-Tour spielten Metallica im September 1991 auch in Moskau. Angesichts des riesigen Publikums (ca. 1.000.000-1.500.000 Zuschauer) sprach Lars Ulrich vom besten Konzert, das Metallica je gegeben hatte. Im April 1992 eröffneten Metallica das Freddie Mercury Tribute Concert.


James Hetfield live im Jahre 20041993 gingen Metallica mit Guns N' Roses auf große Stadion-Tour in Nordamerika. Beide Bands waren abwechselnd Vorgruppe und Headliner, wobei Metallica die Fanscharen von Guns N' Roses überzeugte - nicht nur aufgrund zahlreicher Eskapaden von W. Axl Rose & Co. Beim Auftritt in Montreal, Kanada passierte dann ein Unglück: Während des Auftrittes geriet James Hetfield versehentlich in eine 6 Meter hohe Feuerfontäne und zog sich Verbrennungen 2. und 3. Grades im Gesicht und an den Armen zu. Während es noch unklar war, ob er überhaupt wieder Gitarre spielen können würde, setzte er schon nach wenigen Wochen die Tour fort und absolvierte den Gesangspart im Sitzen, während sein Roadie ihn an der Rhythmusgitarre vertrat.

1996 veröffentlichten Metallica das Album „Load“, und nur ein Jahr später 1997 wurde „ReLoad“ nachgereicht. Die beiden Alben sollten ursprünglich als Doppelalbum auf den Markt kommen. Die Band wollte aber möglichst schnell wieder auf Tour gehen und entschloss sich daher, zunächst „Load“ zu veröffentlichen und nach einer Tour an „ReLoad“ weiter zu arbeiten.

Im Jahre 1999 kam Michael Kamen auf die Idee, Metallica mit einem Orchester zusammenzuspielen lassen. Metallica einigte sich mit dem Dirigenten Kamen und dann gaben sie ein Konzert das auch als „S&M“ (Symphony and Metallica) bekannt ist. Es wurden dazu eine DVD und ein Album veröffentlicht.


Seit 2001

Bevor die Band 2001 erneut ins Studio ging, verließ Bassist Newsted die Band. In der ersten Stellungnahme begründete er diesen Schritt mit Rücken- und Nackenproblemen, die er sich durch seine besonders exzessive Form des Headbangens im Laufe der Jahre zugezogen habe. Später wurde jedoch aus unabhängigen Interviews mit Newsted und Hetfield deutlich, dass die Band Newsted während der Studiopause ein eigenes Bandprojekt untersagt hatte und er deshalb die Band verließ. Und diesem Auslöser vorangegangen war, so führte Newsted an, die Tatsache, dass ihm vor allem James Hetfield auch bei der Arbeit für Metallica so gut wie keine kreative Freiheit einräumte. Tatsächlich wurde Newsted in den 15 Jahren seiner Bandzugehörigkeit bei nur drei Titeln als beteiligter Komponist erwähnt: „Blackened“ (vom Album „...And Justice for All“), „Where the Wild Things Are“ („ReLoad“) und „My Friend of Misery“. Wobei Letzteres zwar auf dem schwarzen Album „Metallica“ erschien, aber von Newsted eigentlich als Instrumentalstück gedacht war.
Nach seinem Weggang veröffentlichte Newsted zunächst das strittige Projekt mit Namen Echobrain; seitdem war er unter anderem Tourbassist bei Ozzy Osbourne und festes Mitglied der kanadischen Thrash Metal-Band Voivod.

Im Juli 2001 wurden die ohne Newsted in San Francisco auf dem Gelände des Presidio begonnenen Studioaufnahmen quasi ergebnislos abgebrochen; es hatte weitere bandinterne Querelen gegeben, und für Hetfields Alkohol- und Tablettenmissbrauch war ein Klinikaufenthalt mit Langzeittherapie unumgänglich geworden. So begannen die Aufnahmen für „St. Anger“ erst im Frühjahr 2002, in einem neuen, bandeigenen Studio, und zogen sich auch bis zum Ende des Jahres hin, da die konsultierten Therapeuten der Band -darunter der vom Management engagierte Phil Towle- ein gedrosseltes Arbeitstempo verordneten. Im Dokumentarfilm „Some Kind of Monster“ ist ein Großteil der Periode von Ende 2000 bis zum Frühsommer 2003 festgehalten, wobei neben Probeaufnahmen im Studio zahlreiche Einzel- und Gruppeninterviews tiefe Einblicke in das Seelenleben der Band (inklusive der ehemaligen Mitglieder Newsted und Mustaine) gewähren.


Robert Trujillo live bei einem Konzert in Prag 20042003 kam als Ersatz für Newsted mit Robert Trujillo der vierte Bassist in der Bandgeschichte dazu. Trujillo hatte sich zuvor unter anderem bei Suicidal Tendencies und Ozzy Osbourne einen Namen gemacht.

Am 14. und 15. November 2005 leisteten Metallica sich bei zwei Konzerten in San Francisco den Spaß, noch einmal als Vorband für jemand anderen das Publikum anzuheizen. Mit den Rolling Stones hatten sie sich dazu allerdings eine der wenigen Bands ausgesucht, hinter der sie, aus reinen Altersgründen, noch zurückstehen müssen. Dies waren die beiden einzigen Auftritte im Jahr 2005.

Am 25. Januar 2006 gab es ein weiteres Konzert im Rahmen des „Sundance Film Festivals“ in den USA, bei dem Metallica einen kleinen Privatgig nach dem Festival spielten.

Im März 2006 traten Metallica erstmals in ihrer Karriere auf dem afrikanischen Kontinent auf. Die drei Konzerte fanden in den südafrikanischen Städten Centurion (Großraum Pretoria), Durban und Kapstadt statt.

Im Rahmen ihrer Tour „Escape from the studios 95 06“ trat die Band u.a. am 3. und 4. Juni 2006 zum dritten Mal beim Festival Rock am Ring/Rock im Park auf, und am 06.06. auf der Waldbühne in Berlin. Dabei wurden zum zwanzigjährigen Jubiläum der Veröffentlichung des Albums „Master Of Puppets“ sämtliche darauf enthaltenen Stücke en suite vorgetragen. In Berlin spielten Metallica zusätzlich einen „New Song“ und gaben damit einen Vorgeschmack auf das für 2007 geplante neunte Studioalbum. Am 15. Juni gab Metallica auf dem Österreichischen Festival Novarock, der Gig wird von vielen Fans als der Beste der letzten Jahre angesehen, eine Zugabe mit Lemmy Kilmister, dem Sänger von Motörhead.


20-jähriges Bühnenjubiläum
Zu Metallicas 20-jährigem Bühnenjubiläum wurden im Rahmen der „MTV Icon:Metallica“-Veranstaltung einige ihrer Stücke von anderen Künstlern interpretiert:

-Snoop Dogg – Sad but true
-Avril Lavigne – Fuel
-Korn – One
-Staind – Nothing Else Matters
-Limp Bizkit – Welcome Home (Sanitarium)
-Sum41 – Medley (For Whom The Bell Tolls, Enter Sandman, Master Of Puppets)
Metallica selbst spielten ein Medley welches die Songs „Hit The Lights“, „Enter Sandman“, „Blackened“, „Creeping Death“ und „Battery“ enthielt. Zu diesem Jubiläum wurde Bassist Robert Trujillo vorgestellt und auch ein neuer Song mit dem Namen „Frantic“ performt, der einige Tage später auf dem Album St. Anger erschien.


Gastspieler John Marshall (Rhythmusgitarre) – Hammetts Roadie übernahm Gitarrenarbeit 1986 (18x) und 1992 (18x) bei 36 Konzerten für den verletzten Hetfield. Außerdem ist er bei der Power-Metal-Band Metal Church aktiv
Bob Rock (Bass) – Aufnahmesession zu „St. Anger“ 2003 (Produzent vom Anfang der 90er bis 2003 und Session-Bassist)
Joey Jordison (Slipknot) – spielte beim Download-Festival 2004 folgende Songs für den aufgrund akuter Erschöpfungserscheinungen im Krankenhaus liegenden Ulrich: „For Whom the Bell Tolls“, „Creeping Death“, „Seek and Destroy“, „Sad But True“, „Wherever I May Roam“, „Last Caress“, „Nothing Else Matters“ und „Enter Sandman“
Dave Lombardo (Slayer) – spielte beim Download-Festival 2004 als Ersatz für den im Krankenhaus liegenden Ulrich: „Battery“ und „The Four Horsemen“
Flemming Larsen (Lars Ulrichs Drumtechniker) – spielte beim Download-Festival 2004 den Song „Fade to Black“
Lemmy Kilmister (Motörhead) – spielte (und sang) beim Novarock-Festival 2006 mit Metallica eine Coverversion des Songs „Damage Case“
Jerry Cantrell (Alice in Chains) – unterstützte James Hetfield am Novarock-Festival 2006 gesanglich bei „Nothing Else Matters“

Fakten
Bis heute haben Metallica offiziell über 100 Millionen Alben verkauft, davon über 50 Millionen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Vier Alben standen an Nummer eins der Billboard Charts; keine Band verkauft mehr aus ihrem Backkatalog als Metallica. Die letzten sechs Metallica-Alben toppten in Deutschland die Charts über einen Zeitraum von 12 Jahren. Alle Metallica-Alben erreichten weltweit Multi-Platin-Status. Das meist verkaufte Album ist „Metallica“ mit über 30 Mio. verkauften Einheiten und 14 mal Platin. Das letzte Album „St. Anger“ erreichte sofort in 30 Ländern Nummer Eins der Charts.

Metallica war die erfolgreichste Band der 90er Jahre und gehört zu den erfolgreichsten amerikanischen Künstlern aller Zeiten.Unzählige Tourneen mit etwa 2000 Konzerten vor dutzenden Millionen Zuschauern machen Metallica zu einem der erfolgreichsten Liveacts und zu einer der einflussreichsten Metal-Bands aller Zeiten. Der erfolgreichste Metallica-Song, die Ballade „Nothing Else Matters“ aus dem Album „Metallica“ gehört inzwischen zu den Klassikern der Rockmusik und des Metals.

Metallica hat bis heute 7 Grammys gewonnen und mehrere andere Preise, darunter der MTV-Award, der VH1-Award und der American Music Award.

Als Vorbilder gibt die Band oft Diamond Head, Black Sabbath und andere Bands der Anfang der 1980er aufkommenden New Wave of British Heavy Metal an.


Die Napster-Kontroverse
Metallica war eine der ersten Bands, die in der Blütezeit der Tauschbörse Napster (Anfang 2000) rechtlich gegen deren Nutzer vorgingen; die Musikgruppe sah in dem Tausch ihrer Songs eine Verletzung des Digital Millennium Copyright Act (DMCA) und klagte damals auch gegen drei große amerikanische Universitäten. Die Band bezog damit eindeutig Stellung gegen Napster und vergleichbare Peer-to-Peer-Angebote:


Lars Ulrich hinter seinem Schlagzeug 2004„Es kränkt uns zu wissen, dass unser Gut mehr wie eine Massenware und weniger als die Kunst, die es eigentlich ist, behandelt wird. Vom geschäftlichen Standpunkt aus ist es reine Piraterie, etwas zu nehmen, das einem nicht gehört. Der Austausch solcher Informationen, ob es Musik, Videos oder Fotos sind, ist nichts Anderes als der Handel mit gestohlenen Waren.“

– Lars Ulrich: April 2000 in [1]

Napster begann darauf ab März 2001, Benutzer und Metallica-Songs durch Aktivierung von Filtern anhand von Listen mit IP-Adressen zu sperren; im Juli zog die Band darauf ihre Copyright-Klage zurück und erklärte: „Wir hatten nie ein Problem mit dem Tausch von Musik. Unser Problem war, dass Napster uns niemals gefragt hat, ob wir an dem Geschäft teilhaben wollen.“

In einem Yahoo-Chat (2000) erklärte Ulrich, dass die Band „Napster“ ausschließlich wegen der Verbreitung ihrer Studioalben verklagt hatte. Sie wollen aber weiterhin den Tausch von selbst gemachten Live-Aufnahmen, so genannten „Bootlegs“, erlauben[2]. So rief die Band nach dem Tod des ersten Bassisten, Cliff Burton, die Fans auf, Live-Bootlegs an die Band zu senden. Aus diesem Material entstand „Cliff 'em All“, ein Live-Video aus mehr oder weniger wackeligen Aufnahmen, das Cliff zu Ehren auf dem Markt gebracht worden ist. Dies unterstützt die These, dass Metallica nie gegen einen Tausch von Livemusik war – schließlich war das „Tape-Trading“ rarer Live-Aufnahmen besonders in den 1980ern Jahren sehr beliebt in der Heavy-Metal-Szene.

Professionelle Liveaufnahmen bietet die Band seit März 2004 im Internet zum kostenpflichtigen Download an. Es stehen verschiedene Klangqualitäten und Preismodelle zur Auswahl. Die Dateien sind nicht kopiergeschützt oder verschlüsselt. Die Band bittet aber darum – wissend, dass sie es nicht verhindern kann –, dass diese Dateien nicht weitergegeben werden.

Seit 24. Juli 2006 ist es nun auch möglich, die komplette Metallica-Diskografie über Apples „iTunes Store“ zu erwerben. Obwohl es der Band oft um das Album als Komplettkunstwerk ging, ist es nun auf Wunsch der Fans möglich, auch einzelne Songs zu erwerben.


Trivia
Ecstasy of Gold“, ein Stück aus der Filmmusik von Ennio Morricone zum Italo-Western „Zwei glorreiche Halunken“, läuft bei jedem Livekonzert vom Band, unmittelbar bevor die Bandmitglieder die Bühne betreten. Ein Großteil des Publikums bricht daher schon bei den ersten Tönen dieses Stücks, vor noch leerer Bühne, in Jubel aus. Das letzte Stück der Play-back-Musik während der Umbaupause nach den Vorbands ist immer „It's a Long Way to the Top“ von AC/DC aus ihrem Album High Voltage.

Studioalben
-Kill 'em All (Juli 1983)
-Ride the Lightning (Juni 1984)
-Master of Puppets (Februar 1986)
-…And Justice for All (August 1988)
-Metallica (auch bekannt als "The Black Album“) (August 1991)
-Load (Juni 1996)
-ReLoad (November 1997)
-Garage Inc. (Komplettes Cover-Album, 2 CDs, enthält auch
-einige Metallica-Aufnahmen von B-Seiten und etc.) (November 1998)
-St. Anger (Juni 2003)









Songtexte:

ENTER SANDMAN

Say your prayers little one
Don't forget, my son
To include everyone

Tuck you in, warm within
Keep you free from sin
Till the sandman he comes

Sleep with one eye open
Gripping your pillow tight

Exit light
Enter night
Take my hand
Off to never never land

Something's wrong, shut the light
Heavy thoughts tonight
And they aren't of snow white

Dreams of war, dreams of liars
Dreams of dragon's fire
And of things that will bite

Sleep with one eye open
Gripping your pillow tight

Exit light
Enter night
Take my hand
Off to never never land

Now I lay me down to sleep
Pray the lord my soul to keep
If I die before I wake
Pray the lord my soul to take

Hush little baby, don't say a word
And never mind that noise you heard
It's just the beast under your bed,
In your closet, in your head

Exit light
Enter night
Grain of sand

Exit light
Enter night
Take my hand
We're off to never never land

__________________________________________________

FREE SPEECH FOR THE DUMB

Free speech, free speech for the dumb
Free speech, free speech for the dumb
Free speech, free speech for the dumb
Free fucking speech

Free speech, free speech for the dumb
Free speech, free speech for the dumb
Free speech, free speech for the dumb
Free fucking speech

__________________________________________________

TURN THE PAGE

on a long and lonesome highway east of Omaha
you can listen to the engines, moanin' out as one long song
you can think about the woman, or the girl you knew the night before

but your thoughts will soon be wandering the way they always do
when you're riding sixteen hours and there's nothing much to do
you don't feel much like ridin', you just wish the trip was through

[CHORUS:]
but here I am, on the road again
here I am, up on the stage
here I go, playing the star again
there I go, turn the page

you walk into a restaurant, strung out from the road
and you feel the eyes upon you, as you're shaking off the cold
you pretend it doesn't bother you, but you just want to explode
and most times you can hear 'em talk, other times you can't

all the same 'ole cliches: is that a woman or is that a man?
and you always seem outnumbered, you dare not make a stand, make your stand.

[CHORUS]

out there in the spotlight, your a million miles away
every ounce of energy, you try to give away
and the sweat pours from your body, like the music that you play
later in the evening, as you lie awake in bed
with the echoes of the amplifiers, ringin' in your head
you smoke the days last cigarette, rememberin' what she said

__________________________________________________

SABBRA CADABRA

I feel so good, I feel so fine
Love that little lady, always on my mind
She gives me love every night and day
Never gonna leave her, never going away

Someone to love me, you know she makes me feel alright!
Someone to need me, love me every single day!

I feel so happy since I met that girl
When we're making love it's something out of this world
It feels so good to know that she's all mine
Gonna love that woman till the end of time

Someone to live for, I'll love her till the end of time!
She makes me feel happy, it's good to know that she's all mine

I am the world that hides
The universal secret of all time
Destruction of the empty spaces
Is my one and only crime
I lived a thousand times
I found out what it means to be believed
The thoughts and images
The unborn child never was conceived
You gotta believe me!
Hey! I'm talkin' to you!
Well, I know it hard for you
To know the reason why
And I know you'll understand
When it's time to die
I don't believe the knife you have
Will be the only one
You have to let your body sleep
To let your soul live on, Ha Ha!!

Feel so happy since I met that girl
When we're making love, it's something out of this world
Feel so good to know that she's all mine
Gonna love that woman till the end of time

Someone to live for, love her till the end of time!
She makes me feel happy, it's good to know she's all mine,
She's all mine, yeah

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SAD BUT TRUE

Hey
I'm your life
I'm the one who takes you there
Hey
I'm your life
I'm the one who cares
They
They betray
I'm your only true friend now
They
They'll betray
I'm forever there

I'm your dream, make you real
I'm your eyes when you must steal
I'm your pain when you can't feel
Sad but true

I'm your dream, mind astray
I'm your eyes while you're away
I'm your pain while you repay
You know it's sad but true

You
You're my mask
You're my cover, my shelter
You
You're my mask
You're the one who's blamed
Do
Do my work
Do my dirty work, scapegoat
Do
Do my deeds
For you're the one who's shamed

I'm your dream, make you real
I'm your eyes when you must stea
L I'm your pain when you can't feel
Sad but true

I'm your dream, mind astray
I'm your eyes while you're away
I'm your pain while you repay
You know it's sad but true

Hate
I'm your hate
I'm your hate when you want love
Pay
Pay the price
Pay, for nothing's fair

Hey
I'm your life
I'm the one who took you there
Hey
I'm your life
And I no longer care

I'm your dream, make you real
I'm your eyes when you must steal
I'm your pain when you can't feel
Sad but true

I'm your truth, telling lies
I'm your reasoned alibis
I'm inside open your eyes
I'm you

Sad But True
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